Carmen Burgfeld
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Paartherapie

Carmen Burgfeld
Carmen Burgfeld Nürnberg
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Therapeutische Praxis seit 1994



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Paartherapie



Warum Paartherapie?

Die Gründe warum Paare zu mir kommen sind sehr vielfältig, aber eines ist fast allen gemeinsam: Sie wollen nicht mehr so weitermachen wie bisher, aber sie finden auch keine gute Lösung für ihre Konflikte.

Hier ein paar beispielhafte Themen:

  • Kommunikationsprobleme und destruktive Streiteskalationen
  • Krisen und Umbruchsituationen
  • Enttäuschungen, Verletzungen, Kränkungen
  • fehlende Beachtung, Wertschätzung, Nähe
  • Unterschiedliche Wünsche, Bedürfnisse oder Ziele
  • unbefriedigende Sexualität
  • Untreue, Affären, Eifersucht
  • Ängste, Depression
  • Abhängigkeiten und Sucht (z.B. Alkohol, Internet, Sex)
  • Umgang mit Schicksalsschlägen, Krankheit, Tod, Verlust
  • Beruf, Karriere vs. Beziehung, Familie
  • Liebespaar und Elternsein
  • Patchwork-Familie
  • Einflüsse der Herkunftsfamilien
  • “Soll ich bleiben oder gehen?”
  • Umgang mit Trennung, Scheidung


Paartherapie als Lösung

Hat ein Paar sich lange vergeblich bemüht die bestehenden Probleme zu lösen, dann kann man davon ausgehen, dass sich Beziehungsmuster mittlerweile sehr verfestigt oder gar verselbständigt haben. Beide Partner drehen sich immer wieder im Kreis und sind in ihren Emotionen und Überzeugungen gefangen.

Mit der Paartherapie stehen uns heute wissenschaftlich fundierte Methoden zur Verfügung, um solche Situationen effizient bearbeiten zu können. Wissenschaftlich bedeutet: nicht Therapie nach Bauchgefühl oder persönlicher Lebenserfahrung des Therapeuten, sondern Therapie nach erprobten und in ihrer Wirksamkeit überprüften Konzepten. Der Therapeut nimmt die Position eines neutralen Dritten ein und hilft, die belastenden Endlosschleifen und das Leiden aufzulösen.

Ich verwende verschiedene methodische Therapieansätze, die sich sehr gut ergänzen. Insgesamt kann man sagen, dass die Paartherapie schon längst den Kinderschuhen entwachsen ist und sich heute als überzeugender und effizienter Weg zur Konfliktlösung präsentiert.


Methodischer Ansatz

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass glückliche Paare im Durchschnitt die gleichen Probleme oder auch Lebenskrisen haben wie unglückliche, aber sie gehen mit diesen Situationen konstruktiver um.

Daraus folgt: das dauerhafte Gelingen einer Partnerschaft hängt sehr stark von den Fähigkeiten beider Partner ab, Probleme oder Krisen nicht zu verdrängen, sondern sie gemeinsam lösungsorientiert anzugehen.
Und weiter: Jedes Paar hat die Möglichkeit, solche Fähigkeiten im Rahmen eines begleitenden Therapie- oder Beratungsprozesses zu erwerben.

Nachfolgend eine Auswahl wesentlicher Lernschritte:

  • Konflikte in der Tiefe zu verstehen. Welche Bedeutung hat der Konflikt? Worum geht es dabei eigentlich?
  • Erkennen wie und wodurch Probleme entstehen und aufrechterhalten werden
  • Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit: Zugang finden zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen
  • Entwicklung von Empathie und Respekt für die Sichtweise und die Bedürfnisse des Partners
  • Überprüfen von Glaubenssätzen und Überzeugungen, Einnahme anderer Blickwinkel
  • Umgang mit unterschiedlichen Beziehungsvorstellungen und Wünschen
  • Verbesserung der Kommunikations- und Problemlösefertigkeiten
  • Übernahme der Verantwortung für den eigenen Anteil
  • Bewältigung von Krisen und kritischen Lebensereignissen
  • Entdecken und Nutzen der vorhandenen Fähigkeiten und Stärken
  • Beziehungspflege: Vermehren positiver Verhaltensweisen

Erschwert wird der Lernprozess oft durch Hindernisse, Widerstände und Blockaden, die von einem Paar nicht alleine überwunden werden können. Der Therapeut steht außerhalb des Paar-Systems und hat deshalb andere Möglichkeiten. Er kann im Dialog nicht nur neue Sichtweisen eröffnen und negative Wechselwirkungen aufzeigen, sondern auch durch geeignete Interventionen Blockaden überwinden helfen.

In der Folge eröffnen sich Schritt für Schritt neue Möglichkeiten günstigere Verhaltensweisen zu entwickeln. Anstelle von Hilflosigkeit und Stagnation kann wieder Nähe, Geborgenheit und Liebe in einer sicheren Bindung zum Partner entstehen.

Diese positiven Veränderungen sollten nachhaltig sein, und nicht nach kurzer Zeit wieder aufgegeben werden. Das heißt: Neues Verhalten muss sich auf Dauer gegen altes, eingeschliffenes Verhalten behaupten können. Die aktuellen von den Partnern gegenseitig als problematisch erlebten Verhaltensweisen sind aber, durch häufige Wiederholungen oder auch frühere Erlebnisse, sehr verfestigt.

Hier unterstütze ich als Therapeutin den Prozess so, dass gemeinsam ein dauerhaft konstruktives Konfliktverhalten entwickelt werden kann. Dauerhaft deshalb, weil es letztlich attraktiver ist als das alte. Es entsteht ein positives Gefühl der Weiterentwicklung, aus der das Paar gestärkt hervorgeht. In der Regel wird eine intensivere Qualität der Beziehung erlebt als vorher. Es öffnet sich für die Partner eine Tür zur Erfüllung ihrer grundlegenden Bedürfnisse und Sehnsüchte nach einer liebevollen Beziehung.


Wie hilft die Paartherapie?

Viele gezielte Fragen des Therapeuten dienen dazu, das Zustandekommen des aktuellen Konfliktgeschehens in seinen Wechselwirkungen zu klären und zu verstehen. Bilder und problemstabilisierende Vorstellungen, die man von sich selbst, vom anderen und vom Leben hat, werden hinterfragt. Das kann auch manchmal mit Irritation und Verunsicherung verbunden sein, denn es wird dabei deutlich: das Alte hat keinen Bestand mehr und das Neue ist noch nicht da.

Hier hilft der Therapeut in Ruhe die anstehenden nächsten Schritte zu entwickeln. Es hat sich bewährt, die Energie für das aktuell Machbare einzusetzen, d.h. sich erst einmal um Entlastung und kleinere Veränderungen zu bemühen, die Sie mit Freude und Hoffnung erfüllen, damit Sie motiviert sind „dranzubleiben“ bis Ihr Ziel erreicht ist. Was sich in Beziehungs-Büchern oft so einfach liest, ist im konkreten Alltagsleben mitunter ein Stück harte Arbeit, die von Widerständen und Unsicherheiten geprägt ist.

Der Wunsch vieler Paare bezieht sich meist „nur“ auf die Lösung des gerade im Mittelpunkt stehenden Problems. Mit den Konzepten der Paartherapie können Sie aber noch viel mehr erreichen:

  • Sie lernen am Beispiel der aktuellen Situation gemeinsam in einer neuen Art und Weise mit Konflikten umzugehen.
  • Sie haben die Möglichkeit Ihren Partner, Ihre Beziehung und sich selbst neu kennen zu lernen, Ihre Stärken und Ihre Handlungsfähigkeit zu entdecken und bewusst einzusetzen.
  • Sie erleben, dass Sie selbst Bedingungen kreieren können, die neuen Raum schaffen für die Wiederbelebung von positiven Gefühlen.
  • So können Sie der Beziehung und damit auch Ihren Gefühlen und Wünschen auf Dauer und in Eigenregie neue Chancen auf Erfüllung geben.
Ziel ist dabei nicht die „ewige“ Paartherapie, sondern Ihnen möglichst schnell und effizient persönliche und gemeinsame Wachstumsimpulse zu geben. Sie haben die Möglichkeit sich das nötige Handwerkszeug zu erwerben, um sowohl für den aktuellen Konflikt, wie auch zukünftige Probleme besser gerüstet zu sein. Vielleicht könnte man das auch als eine Art „Beziehungs-Weiterbildung“ bezeichnen.


Die 4 Phasen einer Therapie / Beratung


Um Ihnen einen Überblick über den Prozeß einer Therapie / Beratung zu geben, habe ich ihn grob in vier Phasen dargestellt. Diese müssen in der Praxis nicht immer klar von einander getrennt sein, sondern können auch miteinander verzahnt ablaufen:
  1. Klärung von Wünschen und Zielen:

    • Welche Erwartungen hat jeder an den anderen und an die Paartherapie?
    • Welche Ziele sollen mit Hilfe des Therapeuten erreicht werden?
    • Was soll sich durch die Paartherapie nicht verändern?

  2. Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Wahrnehmungen der Probleme durch die Partner:

    • Darstellung der Situation aus der subjektiven Sicht jedes Einzelnen
    • Analyse der bisherigen Problemlösungsversuche : warum haben sie nicht das gewünschte Ergebnis gebracht?
    • Wie wird die Beziehungsdynamik gestaltet und mit welchen Auswirkungen?

  3. Erarbeitung von Lösungen:

    • Welche Mittel und Wege sind geeignet, um sich in Richtung des gewünschten Ziels zu bewegen?
    • Welche Hindernisse, Zweifel, Bedenken stehen noch im Weg?
    • Zu welchen Änderungen sind die Partner bereit bzw. nicht bereit?
    • Welche Fähigkeiten und Kompetenzen des Paares sind dabei hilfreich?

  4. Umsetzung im Alltag:

    • Erprobung der neuen Verhaltensweisen im Alltag
    • Bei Bedarf: Anpassung der Lösungsstrategien
    • Stabilisierung des Erreichten und Rückfallvorbeugung

Dauer, Häufigkeit und Rückfallvorbeugung

Die Dauer einer Paartherapie wird letztlich durch das Paar bestimmt. Mitentscheidend für den Erfolg und die Effizienz ist das persönliches Engagement zwischen den Sitzungen, d.h. ob das in der Paartherapie Erarbeitete auch im Beziehungsalltag erprobt wird. Die erlebten Auswirkungen, Veränderungen oder auch Stolpersteine werden dann in den Sitzungen wieder besprochen und für den weiteren Prozess verwendet, um die gemeinsame Arbeit möglichst passgenau und effizient zu gestalten. So kann das Paar zudem immer wieder prüfen, wo es gerade steht, ob die therapeutischen Mittel noch passen, verändert oder optimiert werden müssen.

Soll lediglich ein eng eingegrenztes Problem bearbeitet werden, braucht es dazu nur wenig zeitlichen Aufwand. Besteht der Wunsch nach einer umfangreicheren Unterstützung eines Klärungs- oder Entwicklungsprozesses, dann ist von mehr Terminen auszugehen.

Die durchschnittliche Dauer einer Paartherapie liegt nach meiner Erfahrung zwischen 3 und 10 Sitzungen.

Als Sitzungs-Frequenz empfehle ich am Anfang meist Abstände von 2-4 Wochen. Diese können im Verlauf vergrößert werden oder unregelmäßig erfolgen. In Krisensituationen lassen sich Termine engmaschiger vereinbaren.

Nach einer abgeschlossenen Paartherapie / Beratungssequenz ist es auch möglich, später ab und zu eine Sitzung zu nehmen, um Vergangenes aufzufrischen, drohende Rückfälle abzuwenden, oder sich bei aktuellen Problemen kurz unterstützen zu lassen.
Da ich den Verlauf ausführlich für mich dokumentiere, kann ich mich auch nach Jahren wieder in Ihre Problematik einlesen, und Sie müssen nicht von vorne anfangen.


Eingesetzte Therapiearten

Je nach individuellem und situativem Bedarf greife ich zur Erreichung der gewünschten Ziele auf verschiedene therapeutische Ansätze zurück. Um Ihnen einen Eindruck der Möglichkeiten, aber auch der Komplexität dieser Ansätze zu geben, habe ich unter dem Link "kurze Einführung in die Therapiearten" in der linken Spalte drei bedeutsame Therapiearten grob skizziert. Die Anfänge der Verfahren liegen mehrere Jahrzehnte zurück. Sie haben also eine lange Entwicklungsgeschichte hinter sich, sind erprobt und bewährt und stellen eine gute Basis für solide Arbeit dar. Es handelt sich dabei um die Systemische Therapie, die Gestalttherapie und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Aufgrund des großen Bedarfs nach Unterstützung bei sexuellen Problemen, habe ich mich durch Aus- und Weiterbildungen in Sexualtherapie auch auf diese Thematik spezialisiert. Mein sexualtherapeutisches Wissen nutze ich im Rahmen einer Paartherapie, oder biete es auch eigenständig in Form einer Paar-Sexualtherapie oder Einzel-Sexualtherapie an.


Buchempfehlung: Sinn oder Unsinn?

Oder warum ich Ihnen trotzdem drei Bücher empfehle.

Beziehungsratgeber mit Rezepten zur Lösung von Paarproblemen gibt es wie Sand am Meer. Solche „Gebrauchsanweisungen“ können aber nicht die individuelle und oft komplexe Struktur einer einzelnen Paarbeziehung miteinbeziehen. Ich habe auch noch nie erlebt, dass jemand seine Ehe mit einem Buch gerettet hat. Wer darauf hofft, unterschätzt meist die Widerstände, die mit einem Paarkonflikt verbunden sein können. Aber - und deshalb möchte ich Ihnen trotzdem drei Bücher empfehlen - man hat die Möglichkeit, sich über diese Bücher in aller Ruhe den Themen Beziehung, Sexualität und Paartherapie anzunähern. Eine Ehe oder Paarbeziehung kann ganz schön verzwickt sein, und eine professionelle Therapie / Beratung bietet hier eine echte Chance.

Ich empfehle diese Bücher nicht nur, weil ich sie für nützlich und anregend halte. Ich empfehle sie auch deshalb, weil ich die Autoren während meiner Ausbildung in ihrer therapeutischen Arbeit als sehr integre, erfahrene und kompetente Persönlichkeiten kennengelernt habe. Auch in der Fachwelt sind sie sehr bekannt und geschätzt. Diese Bücher wenden sich direkt an den Laien und sind gut lesbar geschrieben. Zwei der Titel wurden bewusst etwas irritierend und provozierend formuliert. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken oder auf eine falsche Fährte bringen.


Literatur:
  • Arnold Retzer, Ein Lob der Vernunftehe, Fischer Verlag 2009
  • Ulrich Clement, Guter Sex trotz Liebe, Ulstein, 2006
  • Hans Jellouschek, Die Paartherapie, Kreuzverlag 2005


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